Gerade nicht IT-versierte Kundinnen und Kunden werden in unseren Angeboten öfters mit Fachbegriffen konfrontiert, welche aus der Technologiewelt stammen. Um für unsere Kundinnen und Kunden das Lesen von Angeboten zu vereinfachen, finden Sie auf dieser Seite einige weiterführende Erläuterungen zu den technischen Fachbegriffen in unseren Angeboten.
Selbstverständlich steht Ihnen auch unser Sales- und Vertriebsteam jederzeit bei offenen Fragen zur Verfügung: ☎️ +49 (0) 6682 212003-2 ✉️ sales@rhoencloud.de
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Dedizierte Cloud-Server vs. Shared Cloud-Server
Die rhöncloud bietet je nach Kundenanforderung verschiedene Betreibermodelle von Cloud-Servern an. Diese sind in der Regel Serversysteme im Shared- oder Dedicated (dediziert)-Modell.
Dedizierte Cloud-Server
Nutzt die Kundin oder der Kunde dedizierte Cloud-Server, so steht die vollständige Hardware exklusiv zur Verfügung. Das bedeutet, dass keine andere Kundinnen und Kunden auf der selben Hardware gehostet werden. Hier steht die volle Leistung der gebuchten Hardware frei zur Verfügung. In der Regel zahlt die Kundin bzw. der Kundin hier nicht nach Ressourcen (CPU, RAM, Speicher), sondern pauschal die genutzte Hardware im Rechenzentrum. Die Vorteile gegenüber der Shared-Lösung liegen hierbei auf der Hand, denn die Leistung steht je nach Serverhardware vollumfänglich für die gewünschten Zwecke zur Verfügung, allerdings ist ein Clusterbetrieb mehrere Hardwareserver in der Regel auch teurer als ein Betrieb auf einer Shared-Lösung und die Skalierbarkeit bzw. Erweiterbarkeit könnte aufgrund Hardwareaufrüstungen länger andauern.
Shared Cloud-Server
Beim Betriebsmodell einer Shared-Cloud wird die Rechenzentrumshardware von mehreren Kundinnen und Kunden genutzt. Natürlich sind die Kundinnen und Kunden durch technische Netztrennung untereinander nicht verbunden, allerdings wird sich die Serverleistung der Hardware geteilt. Vorteile gegenüber der dedizierten Lösung sind, dass die Kosten in einem Clusterbetrieb (Hochverfügbarkeit) öfters geringer sind, als die pauschal-gezahlte dedizierte Lösung. Zudem werden bei diesem Betriebsmodell die virtuellen Server nach Ressourcen berechnet und somit wird auch nur das gezahlt, was tatsächlich verbraucht wird.
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Was sind »Virtuelle Hardwareressourcen und Infrastrukturdienste«?
Grundsätzlich sind Server oder auch Clientsysteme, so wie ihr Rechner/PC zuhause, gleich aufgebaut. Diese benötigen immer diverse Grundressourcen (Ressourcen bezeichnen ein oder mehrere Teile eines Systems), beispielsweise eine oder mehrere CPUs (als zentrale Steuereinheit), Arbeitsspeicher oder auch Storage (Festplattenspeicher). Ohne diese Ressourcen kann ein technisches Server- oder Clientsystem nicht funktionieren.
Virtuelle Hardwareressourcen
In einem Rechenzentrum wird häufig mit der sogenannten Virtualisierung gearbeitet. Dies hat den Vorteil, dass eine physische Serverhardware mehrere virtuelle Server hosten kann. Das schafft nicht nur eine optimale Auslastung, sondern ist besonders effizient. Auch hier werden die Ressourcen in CPU, Arbeitsspeicher und Storage zugeteilt, eben nur virtuell, bis das physische Serversystem an die Kapazitätsgrenzen gelangt. Die Serverhardware in einem Rechenzentrum ist entsprechend so dimensioniert, dass dutzende virtuelle Ressourcen technisch für mehrere Kunden zur Verfügung stehen.
Auch die Abrechnung erfolgt im Shared-Betriebsmodell nach gebuchten Ressourcen wie CPU, RAM und Storagespeicher. Müssen virtuelle Server ressourcenseitig angepasst werden, beispielsweise durch eine Speichererweiterung, so ist dies mit wenigen Handgriffen möglich.
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Was sind »Softwarelizenzen«?
Jeder virtuelle (oder auch physikalische) Server als auch jeder Rechner/PC erfordert ein Betriebssystem. Die meisten Anwenderinnen und Anwender sind mit den Produkten von Microsoft (Windows) und Apple (OSX) vertraut. Um einen oder mehrere unserer virtuellen Server zu betreiben, muss ein passendes Betriebssystem gewählt werden. Für die Nutzung bzw. das Nutzungsrecht von Microsoft Servern verlangt der Hersteller den Einsatz von Softwarelizenzen. Diese Lizenzen berechtigten die Kundin bzw. den Kunden, die Software entsprechend der Nutzungsrechten zu verwenden. Für diese Nutzung ist eine Gebühr fällig, welche in unseren Angeboten entsprechend ausgewiesen wird. Neben der Betriebssystemlizenz können auch weitere Lizenzgebühren für diverse Software anfallen, beispielsweise für den Einsatz von Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint, usw.). Unser Sales- und Vertriebsteam kalkuliert je nach Kundenanforderung die entsprechenden Lizenzen in die Angebote ein.
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Was sind »rhöncloud Managed Services«?
Um den Kundinnen und Kunden zeitaufwändige Wartungsarbeiten und kritische Sicherheitsvorkehrungen abzunehmen, bieten wir über unsere rhöncloud Managed Services weitere Dienstleistungen an, die über die Bereitstellung der virtuellen Cloudserver hinausgehen. Somit muss sich die Kundin bzw. der Kunde nicht um die technische Betreuung kümmern. Wir bieten mehrere Managed Services als Pauschale für die virtuellen Server an:
Managed Virenschutzlösung: ESET Protect Advanced
Ein klassischer Virenschutz wird auf dem Server installiert und steuert eigenverantwortlich die Sicherheitsvorkehrungen, ohne das eine manuelle Überprüfung durch fachkundiges Personal erfolgt. Der Server ist in diesem Fall für sich selbst verantwortlich. Unsere Lösung im Managed Service Modell bündelt alle Server in unserem Security Operation Center (SOC), wo diese von unseren IT-Security-Expertinnen und Expertin proaktiv und rund um die Uhr überwacht werden. Tritt ein Security-Vorfall auf, interagiert unser IT-Team entsprechend und ergreift auch durch menschliche Prüfungen Gegenmaßnahmen. Zusätzlich erfolgt eine umfangreiche Ursachenanalyse nach erfolgter Gefahrenabwehr, vollständige Eliminierung von Bedrohungen und Prävention von Zero-Day-Angriffen durch Unterbrechung der Angriffskette.
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Managed Authentication: ESET Secure Authentication
Heutzutage reicht die Anmeldung durch die Eingabe eines Benutzernames und eines Kennwortes bei Weitem nicht mehr aus. Es braucht eine weitere Sicherheitsebene, die wir als Managed Service anbieten. Durch unseren Partner ESET stellen wir eine zweite Sicherheitsebene zur klassischen Anmeldung am Server zur Verfügung. Meldet sich ein Benutzer am System an, so hinterlegt diese/r im ersten Schritt den Benutzernamen und das individuelle Kennwort. Sind diese Eingaben korrekt, wird die Benutzerin bzw. der Benutzer via Smartphone oder Hardwaretoken nach einem zeitlich befristeten Zahlencode gefragt, welcher zur Anmeldung des Benutzers passen muss. Ist auch dieser korrekt und wird entsprechend eingetragen, erfolgt die Anmeldung am System. Somit müssen immer alle drei Faktoren gegeben sein (Benutzername, Kennwort, Zahlencode), um sich erfolgreich anzumelden. Dies schafft eine hohe Sicherheit zum Schutz der der Benutzerdaten.
Authentifizierung per Smartphone App
Die Authentifizierung ist durch eine Smartphone App oder durch einen Hardwaretoken möglich. Die Smartphone App ist die von uns empfohlene Authentifizierungsmethode. Hierbei wird eine App auf dem Smartphone der Benutzerin bzw. des Benutzers installiert, welche den aktuellen Zahlencode zur Anmeldung anzeigt (auch Push-Benachrichtigungen sind möglich).
Authentifizierung per Hardware-Token
Steht kein Smartphone zur Verfügung, so besteht die Möglichkeit, einen Hardware-Token zu Verwenden. Dieser ist in der Größe eines USB-Sticks und kann am Schlüsselbund getragen werden. Auf dem Hardware-Token wird jeweils der aktuelle Zahlencode auf einem Display angezeigt. Dieser wird alle 30 Sekunden erneuert.
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Managed Remotemonitoring und Patchmanagement
Ein wichtiges Thema im fortlaufenden Betrieb eines Servers (und auch bei Clients/Rechnern/PCs) ist die kontinuierliche Pflege von Updates. Updates tragen nicht nur zum Schließen von Sicherheitslücken im Betriebssystem bei, sondern sorgen auch dafür, dass das System ordentlich und bestmöglich störungsfrei funktioniert.
Patchmanagement
Durch unser Patchmanagement übernehmen wir auf den angebundenen Servern die Verteilung von betriebssystemseitigen Updates, um das System stets aktuell zu halten. Durch festdefinierte Updatezyklen werden notwendige Updates nach vorheriger Klassifizierung auf den Servern verteilt.
Remotemonitoring
Ein proaktives Monitoring beugt in der Regel rund 80% aller Störungen und Ausfälle vor. Um eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen und um Ausfällen bestmöglich vorzubeugen, bieten wir in der Kombination mit dem Patchmanagement unser Remotemonitoring als Addon im Managed Service Betrieb mit an. Inkludiert ist beispielsweise die proaktive Überwachung des technischen Gesundheitszustandes (virtueller Hardwarestatus, Dienststatus (Betriebssystemdienste), Speicherkapazitäten, Ressourcenauslastung, usw.) sowie die Kontaktierung bei Erreichung diverser Quotas.